Di 04 Jun 2019

Pressemitteilung zum Programmstart

Pressemitteilung

re:constitution - Neues Programm zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa vom Forum Transregionale Studien, Democracy Reporting International und Stiftung Mercator angekündigt

Berlin, 4. Juni 2019

Täglich erscheinen Schlagzeilen über Fragen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union und Nachrichten über das jüngste Wortgefecht zwischen Brüssel und anderen europäischen Hauptstädten.

Der intensive Austausch zwischen RechtswissenschaftlerInnen und -praktikerInnen über Sachverhalte und eine fundierte Debatte über Rechtsstaatlichkeit und demokratische Regierungsführung sind unerlässlich, um über den Medienhype hinauszugehen und die tatsächlich anstehenden Themen anzugehen - heute mehr als je zuvor.

Die Bewältigung der Herausforderungen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wird im Mittelpunkt des neuen Programms re:constitution stehen. re:constitution ist ein gemeinsames Programm des Forums Transregionale Studien (FTS) und Democracy Reporting International (DRI), gefördert von der Stiftung Mercator.

„Wir brauchen eine ernsthafte Beschäftigung mit der Formenvielfalt der Rechtsstaatlichkeit in Europa und deren legitimer Grenzen und wir brauchen persönlichen Austausch, Gespräche, die von gemeinsamen Worten zu geteilten Begriffen führen“, sagt Prof. Dr. Christoph Möllers, der wissenschaftliche Leiter des Programms, Professor für Öffentliches Recht an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

„Wir sind überzeugt, dass demokratische Grundwerte und Rechtsstaatlichkeit notwendige Voraussetzungen sind für Zusammenhalt und Zusammenarbeit in Europa. Vielerorts geraten beide aktuell unter Druck. Deshalb wollen wir mit re:constitution den Dialog zwischen verschiedenen Akteuren aus der gesamten EU fördern und zu einer Versachlichung der öffentlichen Debatte beitragen“, sagt Dr. Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung Mercator.

re:constitution wird dazu beitragen, diesen europaweiten Austausch zu verbessern.

Das Programm wird dies erreichen, indem es die nächste Führungsgeneration einbindet und erfahrene WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus ganz Europa und dem gesamten politischen Spektrum zu Gesprächen zusammenbringt. Sie werden voneinander lernen und dazu beitragen, sowohl eine gemeinsame europäische Verfassungsgrundlage als auch eine fundierte öffentliche Debatte über Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu stärken. Das Programm zielt auf EU-weite Aktivitäten und wird zunächst bis Ende 2022 gefördert.

Es umfasst drei Komponenten: re:constitution Fellowships, re:constitution Seminare und re:constitution Analyse. Aus den Programmlinien der Fellowships und Seminare heraus wird sich ein europäisches Netzwerk jüngerer und erfahrener RechtswissenschaftlerInnen und -praktikerInnen bilden, in dem Fragen an der Schnittstelle zwischen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit diskutiert werden.

re:constitution lädt AkteurInnen aus dem gesamten politischen Spektrum ein. Im Rahmen von re:constitution Analyse, das von DRI verantwortet wird, werden ausführliche Analysen und Publikationen erstellt, die in die öffentliche Debatte in ganz Europa einfließen können. Zudem werden verschiedene Medienpartnerschaften entstehen.

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